Read Neverness by David Zindell Online

Title : Neverness
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ISBN : 8433440365
ISBN13 : 978-8433440365
Format Type : Audio Book
Language : Spanisch
Publisher : Jucar Ediciones 26 August 1991
Number of Pages : 598 Pages
File Size : 764 KB
Status : Available For Download
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Neverness Reviews

  • Adam Weishaupt
    2020-02-05 21:29

    Ich habe das Buch nach der euphorischen Rezension durch einen Mathematiker auf einem Wissenschaftsblog gekauft. Nun - von Zahlen mag der Mathematiker was verstehen, von Literatur sicher nicht."Neverness" hat ohne Zweifel ein paar gute Ideen. Aber die werden nur im vorbeifliegen gestreift - sie bleiben von der Handlung mehr oder weniger unberührt.Die Piloten fliegen durch mathematische Räume, indem sie Mathematik betreiben. Das ist nett - aber höchstens für ein paar Fachkollegen von weitergehendem Interesse. Ob die Berechnungen und Theoreme wirklich mathematisch oder reine Fiktion sind, kann ich nicht sagen - es ist aber auch egal.Die Evolution des Menschen vom Neandertaler zum Übermensch ist das eigentliche Thema. Der Protagonist M. Ringess und seine Familie, seine Geliebte und ein Freund suchen "das Geheimnis des Lebens". Eine "Gottheit", groß wie eine Galaxis, verrät Ringess, das Geheimnis sei in den Genen von Urmenschen eingeschrieben. Diese haben sich vor langer Zeit freiwillig aus dem Homo Sapiens genetisch rückverwandeln lassen.Bei den Neandertalern findet der Autor reichlich Gelegenheit, es mal so richtig krachen zu lassen. Es gibt splatter-hafte Gewaltdarstellungen, eklige Krankheiten und ein bisschen tierischen Sex. Also alles gerade so wie Klein-Fritzchen sich die Neandertaler vorstellt: Primitiv, irgendwie geil und mit etwas Trivialmystik zufrieden.Enorm überflüssig ist ein Vater-Sohn Konflikt, und ein Inzest, der sich (erst unwissentlich) zwischen Ringess und seiner Schwester entwickelt. Und Vater und Mutter sind auch wie Hund und Katz - die Olle hat den Sohn per Gen-Klau künstlich zeugen lassen.Der Protagonist kommt schließlich als wiedererweckte Leiche auf einen Planeten, auf dem gottgleiche Wesen leben. Gottgleich heißt in dem Fall, dass sie so einiges drauf haben, was Menschen ziemlich beeindruckend finden. Leider beschränkt sich das im Wesentlichen auf Super-Sinne und die Fähigkeit, mögliche Zukünfte vorherzusehen.So gerüstet wird der Protagonist auch zum Super-Ninja, was der Autor auch in einem Kampf genüsslich ausschlachtet.Das Buch ist absolut humorfrei und nimmt sich selbst schrecklich wichtig. Doch der behauptete Tiefsinn, die großen Gedanken bleiben ein uneingelöstes Versprechen.Das Buch wird quälend lang. Mit gestraffter Handlung, um die Hälfte gekürzt, hätte es ganz nett werden können. Aber der Autor wollte wohl unbedingt eine Space Opera erdichten.Die deutsche Fassung enthält einige offensichtliche Fehler, wie eine Namensverwechslung auf einer Seite, ein paar Grammatik und Rechtschreibfehler - was auf oberflächliches Lektorat deutet.

  • cyrus the virus
    2020-02-14 20:35

    Auch fast 20 Jahre nach seinem Erscheinen in Deutschland ist dieser - in seiner Rezeption mit Sicherheit grob unterschätzte und m.W. leider nicht mehr neu aufgelegte - Roman immer noch ein absolutes Highlight der SF-Welt.Wir lesen ja - vor allem in Klappentexten - immer wieder viel von "absolut neuer SF" und "Autoren des 21. Jahrhunderts".Hier, mitten in der 80er Jahren (Erscheinungsjahr der Orginals 1988), wurde eines der Meisterwerke der SF geschrieben, das sich mit dem Leben als solchem und seiner Bestimmung in einem gleichgültigen Universum befasst. Bis heute wurde da eigentlich nichte Besseres zu diesem Aspekt verfasst...Der Mensch als Brücke zwischen dem Affen und Gott - das ist das aufs Wesentliche reduzierte Konzentrat der Geschichte: Über 25.000 Jahre nachdem der Mensch schließlich die Erde vernichtete und in die Galaxis ausschwärmte haben sich die Mitglieder der menschlichen Rasse teilweise bis zum Unerkennbaren gewandelt: lichtjahregroße Festkörperwesenheiten, genveränderte Anpassungen an die verschiedensten Welten, freiwillig zu Neandertalern rückgezüchtete Ökologiefanatiker...Doch viele sind noch als Menschen erkennbar und der Orden der mystischen Mathematiker auf Neverness besitzt das Monopol auf die überlichtschelle Raumfahrt durch den Tiefraum mittels einer Mischung aus Mathematik und psychischer Vervollkommnung.Der in der schwierigen Ich-Form geschriebene Roman erzählt die Geschichte des Piloten Mallory Ringess vom Novizen bis zum Lord des Ordens und seiner (Wieder-)entdeckung der "Älteren Eddas" - des genetisch verankerten Programms zur Gottwerdeung des Menschen, das eine inzwischen vergeistigte und zum Gott gewordene Rasse, Jahrtausende vor dem Bau der Pyramiden, in der menschlichen Erbsubstanz verankert hat, bevor sie sich hinter den Ereignisshorizont eines schwarzen Lochs zurückzog.Ringess wird, das ist aus der Handlung klar erkennbar, einer der ersten Menschen sein, die gottgleich werden - doch irgendwann werden alle anderen folgen.Denn das Ziel des Lebens ist das Leben: nämlich die rohe Materie in Raum und Zeit mit Bewusstsein zu versehen und am Ende das gesamte Universum zu einem lebenden, bewussten Organismus werden zu lassen.Die Schilderung ist in großem Rahmen angelegt und sie ist wie das Leben selbst: erhaben, erbärmlich, edel, brutal - aber immer spannend und - für einen Mainstreamroman - von sehr beachtlichem philosophischen Tiefgang.Kein Roman für Actionliebhaber und Spaceopera-Fans aus der technischen oder militärischen Ecke, aber wohl eines der Meisterwerke der Gattung.Unbedingt lesen!

  • Markus Rödle
    2020-01-31 18:25

    Vergleiche sind i.A. banal und verwirren mehr denn Sie helfen, dennoch: Neben Frank Herbert's "Wüstenplanet" kenne ich nichts vergleichbares im Bereich der SF.Die Welt, die Zindell vor seinem Leser ausbreitet ist an Details, Komplexität, Provokation, ..Menschlichkeit kaum zu überbieten. In einem fantastischen Spannungsbogen führt er den Leser mit den Augen seines Protagonisten durch eine Welt, die fremdartiger, vielfältiger und überraschender, vertrauter kaum sein könnte.Und doch bleibt der Mensch und seine Fähigkeiten stets im Fokus der Handlung. Der Mensch und seine ewige Frage nach dem "warum", das Leben/Leiden/Lieben unserer Existenz, gleichwohl ob vor 20.000 Jahren, in irgendeiner unbestimmten Zukunft oder eben heute, jetzt bildet das bestimmende Thema und hebt das Buch - obwohl ein hervorragender Vertreter des Genre - weit über dieses hinaus.

  • Marco Freidorfer
    2020-02-23 18:32

    Eine spannende Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt hat. Eine Reise quer durch die Galaxis hin zu fremden Wesen, zurück zu unseren Vorfahren den Neandertalern, sowie in den Tod und wieder zurück. Der Autor eröffnet völlig neue Perspektiven in Hinblick auf Gott und den freien Willen des Menschen. Ich war von diesem Buch begeistert.