Read Buddhismus und Quantenphysik: Schlussfolgerungen über die Wirklichkeit by Christian Thomas Kohl Online

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Die Philosophie des buddhistischen Gelehrten Nagarjuna kann zu einer Befreiung von extremen Wirklichkeitsbegriffen f hren, die nicht nur der indischen, sondern auch modernen Denkweisen zugrunde liegen Christian Thomas Kohl vollf hrt den Br ckenschlag zwischen stlicher Weisheit und westlicher Logik, der bereits mit der Quantentheorie und ihren Einsichten in das Wesen der physikalischen Wirklichkeit begonnen wurde Ein anspruchsvoller Beitrag zu der Kernfrage Was ist Wirklichkeit Eines der Standardwerke zum Thema Buddhismus und moderne Physik...

Title : Buddhismus und Quantenphysik: Schlussfolgerungen über die Wirklichkeit
Author :
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ISBN : 386410033X
ISBN13 : 978-3864100338
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Windpferd Auflage 4., Aufl 18 Januar 2013
Number of Pages : 320 Seiten
File Size : 674 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Buddhismus und Quantenphysik: Schlussfolgerungen über die Wirklichkeit Reviews

  • Lena
    2019-11-11 23:51

    Ich habe für dieses Buch sehr lange gebraucht, da ich viele Kapitel doppelt lesen musste um den Inhalt auch ganzheitlich zu verstehen. Aber es hat sich gelohnt. Ein tolles Buch für jeden, der sich etwas tiefergehend mit dem Buddhismus und seinen Zusammenhängen auseinander setzen möchte!

  • Andreas
    2019-10-24 20:44

    Wurde das nicht bereits gesagt? Und das auch schon? Und jenes mehrfach? Das Lesen mutiert zum Gedächtnistraining, wirkliche Erkenntnis – außer dass der Autor sehr viel zitieren kann – wollte sich bei mir nicht einstellen.Es wird zitiert, wer schon mal jemand anderes zitiert hat, der etwas gesagt hat, was womöglich etwas mit dem Grundthema des Buches zu tun hat. Sehr wissenschaftlich, sehr philosophisch – nur für mich leider ohne echten Nährwert.Ein Drittel des Textumfangs hätte mir vollkommen ausgereicht. Vor allem, wenn ich dann noch echte Thesen erkannt hätte.Vermutlich ist das auch bereits die Kernaussage: Der Beobachter beeinflusst das beobachtete System. Buddha, Bohr und Kollegen werden jetzt vielleicht nicken.„Schlussfolgerungen über die Wirklichkeit“: Irgendwie ist mir der Untertitel erst aufgefallen, als ich das Buch bereits erschöpft wieder beiseite gelegt hatte. Dabei war ja eigentlich klar, was angesichts des Themas herauskommen könnte. Mist, mein Fehler.

  • Jouvancourt
    2019-10-25 18:37

    *Ein hochinteressanter Titel, der heute bereits in der 3. Auflage erscheint!Die Quantenphysik ist eine Weiterentwicklung der Physik und stellt völlig neuartige Denkweisen in ihrer mathematischen Darstellung, als auch in ihren philosophischen Ansichten dar. Der Autor versucht die Quantentheorie und ihren Einsichten in das Wesen der physikalischen Wirklichkeit zu benutzen, um eine Annäherung der westlichen Welt an das fernöstliche Denken zu erreichen. Die Quantenphysik kennt keine einzelnen Teile oder herausgenommenen Elemente, sie sieht die Atome als Ganzes in deren Zusammenhängen. Die fernöstlichen Denkschulen können hier wertvolle Beiträge liefern. Gerade die buddhistische Lehre ist davon überzeugt, dass alle Dinge abhängig voneinander sind."Wer nur die Quantenmechanik kennt, kennt die Quantenmechanik nicht" und Pohl versteht sie, denn er spiegelt die östlichen Philosophien in die westliche Überzeugungswelt.Das Buch ist nicht einfach zu lesen und eher ein philosophisches Grundlagenwerk, als eine Einführung in Quantentheorien oder in den Buddhismus. Trotzdem sehr überzeugend und hochinteressant!.

  • Günter D
    2019-10-22 00:44

    Bei der Vielzahl der Bücher, in denen zuletzt die Quantenphysik für Assoziationen zu allerhand anderen Themen herhalten musste, ist das Buch von Christian Thomas Kohl “Buddhismus und Quantenphysik” besonders exotisch. Es gibt dazu ein Interview mit dem Autor in "raum&zeit" mit dem Untertitel "Ähnlichkeiten zwischen östlicher Mystik und westlicher Wissenschaft". Das Buch sei „...eine seriöse Annäherung“ an das Thema. „… Kohl weise darin nach, dass die quantenphysikalischen Vorstellungen eher mit fernöstlichen Ansätzen als mit westlichen metaphysischen Modellen korrespondieren.“ Kohl „… lege dar, dass die Quantenwelt, wie wir sie heute kennen, sehr gut mit dem philosophischen Ansatz eines buddhistischen Denkers im Indien des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts namens Nagarjuna korrespondiert.“ Nagarjuna hat damals die „Schule des Mittleren Weges“ (Madhyamaka) begründet.Die Schlüsselbegriffe seiner Philosophie sind nach Kohl:1. Pratiyasamutpada: Beschreibt seinen Begriff der Wirklichkeit und bedeutet „abhängiges Entstehen & Wechselwirkungen“. Die Basis für dafür sind die sog. Zwei-Komponenten-Systeme, die sich durch gegenseitige Abhängigkeiten konstituieren und deren Komponenten einzeln nicht vorkommen sollen. Es gibt keine unveränderlichen Dinge, denn Nagarjunas Wirklichkeit besteht aus einem komplexen Zusammenspiel von Objekten. (Pratiyasamutpada wird ursprünglich Buddha zugeschrieben und soll die zwölfgliedrige Kette darstellen, die den Kreislauf des Entstehens und Vergehens beschreibt.)2. Sunyata: Bedeutet "Substanzlosigkeit" im Sinne einer "nicht-seiende Wirklichkeit". Dafür gibt es fünf Stufen von der einfachen Substanzlosigkeit bis zu dem bekannten Nirvana (Stufe 4), das frei von den vier grundsätzlichen extremen Aussagen über die Wirklichkeit sein soll. Die fünfte Stufe soll nur durch erleuchtete Yogi‘sche Wahrnehmung erreichbar sein.Bei beiden Begriffen „sind weniger die Objekte selber als das zwischen ihnen Liegende wichtig.“Zwei-Komponenten-Systeme (ZKS) bestehen nach Kohl aus zwei (oder drei) konträren Komponenten A & B, die sich ergänzen, oder auch als Gegensatzpaare aufzufassen sind. Zu den Komponenten „A & B“ von ZKS sind „vier grundsätzliche extreme Aussagen über die Wirklichkeit des Systems möglich“, die heute in der westlichen Welt vorherrschen. Diese weist Nagarjuna in seinem sog. Tetralemma (Catuṣkoṭi) zurück, weil sie alle zu inneren Widersprüchen führen sollen. Nach Kohl sind die vier Aussagen, angewandt auf die ZKS:1. A ist wirklich und B ist sekundär2. B ist wirklich und A ist sekundär3. Das System aus A & B ist wirklich4. Weder A noch B sind wirklichEs gab übrigens damals in Indien mehr als ein Dutzend unterschiedlicher Sichtweisen zur Kausalität und zur Wirklichkeit.Ähnlichkeiten zur (abendländischen) Naturwissenschaft• „Abhängiges Entstehen & Wechselwirkungen“ weckt Assoziationen mit den Prozessen der Emergenz und der Evolution.• Die „Substanzlosigkeit“ im Sinne einer „nicht-seiende Wirklichkeit“ könnte Assoziationen wecken mit dem modernen physikalischen Verständnis des Vakuums, das ja nicht leer ist, sondern voll von virtuellen Teilchen und Feldern.• Die Bedeutung des „zwischen den Objekten Liegenden“ könnte man in den fundamentalen Feldern der Physik und anderen (höheren) Wechselwirkungen sehen, die zwischen Objekten in der Welt wirken.• Die 3. Aussage Nagarjunas zur Wirklichkeit von ZKS entspricht nach Kohl dem Holismus. Der beruht aber nur auf den Strukturbeziehungen der Elemente eines Systems und ist nicht dynamisch ist. Die Aussage ähnelt aber auch der Emergenz, wenn man den Prozess der Entstehung des Systems „A & B“ ergänzt.Ob Nagarjuna das auch so gesehen hat, können wir 2000 Jahre später nicht mehr beurteilen. Wie wir gleich sehen werden, sind die geringen Ähnlichkeiten damit aber auch zu Ende.Kritik der Philosophie von Nagarjuna bzw. ihrer Darstellung• Die Zwei-Komponenten-Systeme (ZKS) sind die bevorzugten Objekte der Philosophie von Nagarjuna. Im Buch von Kohl werden sehr viele und sehr unterschiedlichen Beispiele für die ZKS genannt, und ich kann dabei keine Systematik und keinen Oberbegriff erkennen. Darum können die Fragen im Buch, „wodurch sich die ZKS konstituieren und … zusammengehalten werden“ offenbar auch nicht beantwortet werden. Die ZKS bleiben als Modelle der Wirklichkeit ziemlich diffus und kommen auch im Glossar des Buches nicht vor.• Ein häufig verwendetes Beispiele für ein ZKS ist „Geher & begangene Strecke“. Mein Verständnis dafür ist: Geher = Objekt, gehen = Prozess, begangene Strecke = Messwert.• Ein anderes häufiges Beispiel ist „Gehirn & Bewusstsein“. Dazu gibt es aber nur diffuse Diskussionen ohne greifbares Ergebnis. Das wird dann als „Grenze unserer Erkenntnisfähigkeit“ deklariert, ohne auf alternative Möglichkeiten wie das emergente Entstehen des Bewusstseins im Gehirn einzugehen.• In vielen Fällen scheint nach meinem Verständnis das Schema „Objekt & seine Funktion“ für die ZKS zuzutreffen, aber nicht in allen Fällen wie z.B. für „Erde & Mond“.• Das Beispiel „Feuer & Brennstoff“ gipfelt in der Aussage: „Wenn man Feuer vom Brennstoff trennt, gibt es weder das eine noch das andere“ Das kann ich nicht nachvollziehen: Das Objekt „Brennstoff“ gibt es doch auch ohne die Funktion „Feuer“.• Kohl vergleicht die Philosophie von Nagarjuna nur mit der Quantenphysik und ein wenig mit dem Holismus. Das ist eine zu große Einschränkung. Zu den meisten Assoziationen würde das Modell der emergenten Prozesse etwas besser passen. Die Emergenz wird aber nur kurz und relativ verschwommen dargestellt.• Die ZKS passen letztlich aber weder zur Quantenphysik noch zur Emergenz, da weder die Art ihrer Bestandteile dafür geeignet ist, noch ihre sehr eingeschränkte Anzahl.• Hinzu kommt, dass der Buddhismus einen Weg aus der Welt heraus aufzeigen möchte (was immer auch damit gemeint ist), die Naturwissenschaften aber zum Verständnis der Zusammenhänge in der Welt dienen sollen.Einige weitere Kritikpunkte zum Buch• Kohl kennt vielleicht die Philosophie des Nagarjuna ausreichend, aber die Quantenphysik und andere Bereiche der Naturwissenschaften kennt offensichtlich zu wenig, inkl. einschlägiger Themen wie die Emergenz. Den wichtigen Bereich der biologischen Evolution in den (abendländischen) Naturwissenschaften, bei dem Prozesse & Wechselwirkungen eine zentrale Rolle spiele, verschweigt er seinen Lesern ganz.• Beispiel Quantenphysik: Kohl beschreibt eine eigenwillige Sicht ihres Wirklichkeitsbegriffs, der aus Komplementarität, Wechselwirkungen und Verschränkung bestehen soll. Tatsächlich besteht die (metaphysische) Grundlage der Quantenphysik aus vier Axiomen: 1. Es gibt Zustandsvektoren (Wellenfunktionen), 2. deren zeitliche Entwicklung beschreibt die Schrödingergleichung, 3. Messwerte sind Eigenwerte von Operatoren, 4. Systeme können im Zustandsraum zusammengesetzt werden.• Beispiel Quantenverschränkung: Kohls Darstellung hat erhebliche Mängel und verschweigt, dass man die Verschränkung gut verstehen kann, mit der Behauptung „wir wissen nicht, was passiert“• Beispiel Dualität von Welle und Teilchen: Kohl überdeckt die relativ einfache Erklärung dafür auf Basis der quantenphysikalischen Wellenfunktion mit einem seitenlangen Schwall von Text, der primär Verwirrung stiftet.• Im Bereich der Elementarteilchen und ihrer Kräfte kommen nur Zweiteilchen-ZKS vor, obwohl die Bedeutung von Vielteilchensystemen wie Atomkernen und Atomen in der Realität viel größer ist. Auch die Beschreibung der Wirkung der Kernkräfte ist teilweise sehr eigenwillig.• Eine solide begriffliche Basis wie die im Buch von Bunge & Mahner wäre für das Buch von Kohl notwendig und sinnvoll gewesen. Es kommt aber nicht mal als Referenz vor.• Für die Darstellung der Inhalte des Buches hätten wesentlich weniger Seiten ausgereicht. Um 300 Seiten zu füllen, war eine Flut von Wiederholungen nötig.Unterm Strich sehe ich bei allem Wohlwollen nur eine sehr oberflächliche und in sich widersprüchliche Ähnlichkeit zwischen Nagarjunas Philosophie und der Quantenphysik, die sich weitgehend im Prozess „abhängiges Entstehen & Wechselwirkungen“ erschöpft. Das wussten wir im Abendland aber auch bisher schon, denn nicht alle Naturwissenschaftler sind Reduktionisten. Und bei den Zwei-Komponenten-Systemen, den Objekten von Nagarjunas Prozessen, endet die Ähnlichkeit abrupt. In der Darstellung von Kohl jedenfalls wirkt Nagarjunas Philosophie auf mich eher chaotisch und wenig überzeugend. Als Abschluss passt ein Zitat der Mathematikers John Robert Taylor, das Kohl in seinem Buch allerdings als Beispiel für die „fehlende Unmittelbarkeit“ (was auch immer das ist) des westlichen naturwissenschaftlichen Denkens verstanden haben will: „Ich sehe in dem östlichen Mystizismus eine Menge verquastes und wirres Gedankengut. Egal, wie sich die moderne Wissenschaft entwickelt hätte, die Mystiker hätten immer behauptet, das haben wir doch schon immer gesagt!“

  • Viktor Merle
    2019-10-28 22:45

    So interessant die Thematik und der Vergleich von Buddhismus und Quantenphysik ist, so öde ist der Schreibstil von Herrn Kohl. Die endlosen Wiederholungen, die gebetsmühlenartig vorgetragen werden, vermitteln den Eindruck, als müsste der Autor sich selbst von der Richtigkeit seiner Behauptungen überzeugen. Wer Probleme mit dem Einschlafen hat, dem sei diesen Buch wärmstens emfohlen.