Read Adam und Eva in Judentum, Christentum und Islam by Christfried Böttrich Online

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Die Paradiesgeschichte ist einer der bekanntesten Texte der Weltliteratur Sie hat sich tief in das Ged chtnis der Menschheit eingepr gt zumindest im Bereich der drei gro en monotheistischen Religionen In welchem Verh ltnis steht der Mensch zu seiner Umwelt Wie ist die Beziehung zwischen Mann und Frau gepr gt Wie kommt der Tod in die Welt Anhand der Paradiesgeschichte beschreiben die Autoren die unterschiedlichen Traditionen, die sich in den drei monotheistischen Religionen mit ihr verbinden Bei der Frage nach der Herkunft des B sen, nach der Macht der S nde und nach der M glichkeit des Menschen, sich aus diesen Schuldzusammenh ngen zu befreien, werden Adam und Eva als Teil eines gemeinsamen Erbes sichtbar gemacht, ohne die Unterschiede und Spezifika zu verwischen....

Title : Adam und Eva in Judentum, Christentum und Islam
Author :
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ISBN : 9783525630280
ISBN13 : 978-3525630280
Format Type : Kindle Edition
Language : Englisch
Publisher : Vandenhoeck Auflage 1., Aufl 18 Mai 2011
Number of Pages : 103 Pages
File Size : 799 KB
Status : Available For Download
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Adam und Eva in Judentum, Christentum und Islam Reviews

  • Martin Morgenstern
    2020-03-23 05:21

    Ich kann mich der Rezensentin I. Weiß nur anschließen: Auch ich halte die Bücher dieser ganzen Reihe für einen Etikettenschwindel:es sind primär inner-evangelische Überlegungen (alle drei Autoren der ganzen Reihe sind evangelische Christen!) - ein interreligiöser Dialog mit Juden und Muslimen als Co-Autoren findet leider nicht statt. Dies hat natürlich Auswirkungen auf die benutzten Quellen, Literatur, Darstellung und Deutung. Wer als Christ wirklich am Dialog interessiert ist, sollte zu anderen Büchern greifen.

  • Iris Weiss
    2020-03-12 05:13

    'Die wichtigste Voraussetzung für jede Begegnung besteht darin, einander wahrzunehmen und voneinander Kenntnis zu erlangen. Das erweist sich gerade dort als besonders wichtig, wo die drei abrahamitischen Religionen gemeinsame Traditionen aufnehmen' heißt es im Vorwort auf Seite 6. Grundlegende Kenntnisse sollen vermittelt werden 'mit aller notwendigen Fachkenntnis für jüdische, christliche und islamische Theologie, jedoch von einem gemeinsamen christlichen Standpunkt geschrieben' (Seite 7). Die anvisierte Leserschaft wird 'vorwiegend christlich' sein und im Hinblick darauf wollen die Autoren 'dem Selbstverständnis von Juden, Christen und Muslimen so weit wie möglich gerecht werden' (S7).Diese Begründung finde ich merkwürdig. Warum wurde kein jüdischer und kein muslimischer Autor (oder Autorin) eingeladen um vom eigenen Selbstverständnis her Adam und Eva zu erschließen? Warum tun dies christliche Autoren stellvertretend? Nachdem der Verlag diese Vorentscheidung getroffen hat, stellt sich die Frage, wie die Autoren vorgehen.Beate Ego, Professorin für Altes Testament, beginnt ihren Beitrag 'Adam und Eva im Judentum' mit einer Art close reading, in dem sie den biblischen Text vorstellen und 'auf verschiedene Deutungshorizonte' hinweisen möchte (S 12). Dieses 'Close Reading' zieht sich von Seite 12 bis Seite 29 hin und beinhaltet 'Deutungshorizonte' von Odil Hannes Steck, Erhard Blum, Andreas Michel, Hans Peter Müller, Konrad Schmid ' alles christliche Theologen. Keine einzige jüdische Stimme ' außer dem Text an sich ' kommt hier zu Wort ' und das unter der Kapitelüberschrift 'Adam und Eva im Judentum'. (Close Reading ' ist ein Begriff aus der Literaturwissenschaft und meint, dass man mit eigenen Worten am Text entlang sagt, was man gelesen hat, also die berühmte Frage, die jeder aus dem Deutschunterricht kennt: Was sagt der Autor?)Was folgt ist dann die Rezeptionsgeschichte des Textes in der jüdischen Traditionsliteratur: Welche Fragestellungen, die aus der Adam-Eva-Geschichte abgeleitet wurden, waren zu welcher Zeit wichtig und wie wurde damit umgegangen? Ein hochinteressanter Stoff, der aber von der Autorin sprachlich schwerfällig und langweilig bearbeitet wird. Ich habe zugegebenermaßen nur mühsam durchgehalten. Erstmals auf Seite 63 wurde ' abgesehen von Orginaltextzitaten ' auf einen modernen jüdischen Gelehrten (Alexander Altmann) Bezug genommen.Christfried Böttrich, Professor für Neues Testament, geht der Frage nach, wie im Neuen Testament auf Adam und Eva Bezug genommen wird. Er beschreibt ein 'Netzwerk intertextueller Verweise' (S. 85). In seinem Beitrag fand ich sehr interessant, wie in den Paulusbriefen die Überlegenheit des Mannes und die Unterlegenheit der Frau konstruiert wurde und prägend wurde. Hier bekommt man ein Stück Theologiegeschichte mit. Auch Darstellungen aus der christlichen Kunst werden einbezogen leider ohne Abbildungen. Böttrich zeigt auf, wie 'sich die Grundgeschichte längst schon verselbständigt hat und zum Spielmaterial neuer religiöser Entwürfe geworden ist'. (Adam als Offenbarungsträger, Typologie Adam-Christus, Maria als neue Eva (S. 129). In diesem Teil finden christliche Religionslehrer sicher einiges interessante Material. Dieses zweite Kapitel war für mich sehr viel leichter und eingängiger zu lesen als das erste, obwohl mir der Stoff ' im Gegensatz zum ersten Kapitel ' eher fremd war.Das Kapital 'Adam und Eva im Islam' von Pfarrer Friedmann Eißler (Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen) ist interessant geschrieben. Ich kenne mich mit dem Islam nicht genug aus, um eine fachliche Einschätzung dieses Kapitels abzugeben können.Gesamteinschätzung: Die Autoren verhandeln die Wirkungsgeschichte sehr eng vorwiegend auf die antike Zeit beschränkt. Ansätze aus der Moderne bzw. gegenwärtige Diskussionen werden nur angedeutet oder gar nicht verhandelt. Dabei gibt es doch in allen drei Religionen feministische Diskurse zu diesem Mythos. Insgesamt bleibt das Buch hinter den Möglichkeiten zurück und ist unbefriedigend.Bedenkenswert finde ich auch den Hinweis des Rezensenten Eberhard Helling auf der Islam-Dialogseite der Evangelischen Kirche von Westfalen:'Für mich steckt in der Koraninterpretation die größte Herausforderung dieses Buches. Wenn dieser Band nämlich einen Dialogprozess in Gang setzen möchte, dann könnte man mit dieser Beschreibung von F. Eißler muslimische Gesprächspartner fragen: 'So sieht ein Christ das koranische Abrahamsbild. Was sagt ihr dazu? Findet ihr euch darin wieder, verzerrt es das, was ihr glaubt?' Das könnte der Beginn, wenn nicht einer wunderbaren Freundschaft, so doch vielleicht eines interessanten Dialoges werden.'.Und genau diese Bemerkung verdeutlicht, was ich an diesem Zugang zum interreligiösen Dialog schwierig und problematisch finde ' auch weil ich es selbst oft genug erlebt habe: Die jüdischen und muslimischen Gesprächspartner müssen sich erst einmal an den christlich vorgegebenen Wahrnehmungsmustern von Judentum bzw. Islam abarbeiten. Es ist viel anstrengender, Christen erst einmal vermitteln zu müssen, warum bestimmte Dinge, die sie für faktisch halten, Fehlwahrnehmungen sind, als gleich die Dinge vermitteln zu können, die einem selber zu einer Fragestellung als wichtig erscheinen.