Read Spieler: Roman by Don DeLillo Online

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DeLillos zeitloses Portr t einer sinnentleerten Gesellschaft jetzt wiederentdecken Lyle und Pammy ein typisches New Yorker Yuppiepaar der sp ten 1970er Jahre Er arbeitet an der B rse, sie im World Trade Center Abends sitzt er in der perfekt eingerichteten Wohnung und zappt sich durch das Fernsehprogramm, sie geht zum Stepptanz Beide st rzen sich in Aff ren Lyle beobachtet sogar einen Mord und l sst sich auf ein Detektivspiel ein Doch keines dieser Abenteuer ber hrt die beiden im Inneren dort herrscht nur Leere Selbst als Akteure in unterschiedliche kleine Spiele verwickelt, nehmen sie sich doch nur als ohnm chtige Figuren in einem gro en St ck wahr, das von undurchschaubaren M chten dirigiert wird.Don DeLillo entwirft in diesem fr hen Werk von 1977 ein d steres Bild einer sinnentleerten Welt, deren Zusammenh nge sich ihren Bewohnern nicht mehr erschlie en Jede Gewissheit ist verschwunden, nichts ist mehr so, wie es scheint....

Title : Spieler: Roman
Author :
Rating :
ISBN : 3462050699
ISBN13 : 978-3462050691
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : KiWi Taschenbuch 5 Oktober 2017
Number of Pages : 256 Seiten
File Size : 795 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Spieler: Roman Reviews

  • Thomas Kerstens
    2019-09-16 21:32

    Ich habe zwar erst 3 Bücher von DeLillo gelesen, aber dieses Buch gehört sicherlich nicht zu seinen besten. Weißes Rauschen und Mao II haben mir da besser gefallen. Der Anfang von der Spieler ist eiskalt und mysteriös, aber irgendwie losgelöst von folgender Handlung. Danach beschreibt DeLillo, oder vielmehr seziert er, das Leben in der Upper Class von New York. Wir begleiten Lyle, der an der Börse arbeitet und Pammy, die im World Trade Center in einer Agentur für Trauerbewältigung arbeitet. Wie in seinen anderen Büchern kommt man nicht umhin, seinen Scharfblick und die Weitsicht zu bewundern, was den Verfall der Werte angeht und die Gefahr des Terrorismus. Im Buch gibt es einige Sätze, die klingen, als hätte DeLillo den 11.September 2001 vorhergesehen. Es lief mir kalt den Rücken herunter. Leider verliert der Roman nach gut einem Drittel an Schärfe und Brillanz. Irgendwie hat man den Eindruck, der Autor hat den Faden während des Schreibens verloren. Während in anderen seiner Bücher Sätze und Gedanke deren Genialität einem schlicht den Atem verschlägt fast aus den Seiten quellen, muss man die Sprache in diesem Buch fast als nüchtern, sachlich und konventionell beschreiben. Für Einsteiger in die Welt Don DeLillo's würde ich Der Spieler nicht empfehlen.

  • euripides50
    2019-09-01 21:28

    Das vorliegende Buch beschreibt ein Ehepaar, das sich aus lauter Alltagsverdruss in eine Reihe unsinniger Abenteuer stürzt, ehe beide den Boden unter den Füßen verlieren und auf Abwege geraten. Allerdings entfaltet die Story um den Mord an der Börse, die Lyle, die Hauptperson des Romans, zum „Spieler" werden lässt, wenig Überzeugungskraft, auch die Eskapaden der Ehefrau zwischen eines scheinbar schwulen Pärchen, entwickelt keinerlei Dynamik, so dass man sich am Ende über den Selbstmord und die düstere Wendung, die die Geschichte nimmt, fast ein wenig wundert. Die Beschreibung der Affäre zwischen Lyle und Rosemarie aber ist das ganze Buch wert. So tief hat noch niemals in das Herz eines Mannes geschaut, der nur das Fleisch einer Frau wollte und sonst nichts anderes. DeLillo, der Notar der mikrosziologischen und mikrospychologischen Abläufe ist eben kein Epiker, aber was soll's ich esse in einem Restaurant ja auch nur das, was ich besonders mag, und nicht die ganze Speisekarte rauf und runter.

  • Kunde
    2019-08-22 20:27

    Dieser Roman über ein Ehepaar in NYC, er - Lyle - arbeitet an der Börse, sie - Pammy - arbeitet im WTC, ist ein Porträt über die Leere des Lebens und die Leere von Beziehungen, eine Studie über Kommunikationsmuster, in denen viel geredet und nichts gesagt wird, darin ist der Roman gut. In der Konstruktion einer Geschichte ist er hingegen schwach. Nach einem Mord an der Börse und Lyles Affaire mit einer leidenschaftslosen Sekretärin, die vorher mit dem Ermordete liiert war, scheint ein Spannungsmoment initiiert, das aber keine Spannung halten kann und am Ende im Nichts verpufft. Im zweiten Drittel beginnt diese Überzeichnung einer Handlung ohne die der Roman bis dahin ganz gut auskam. Lyles interesseloses Wohlgefallen zu einem angeblichen Terrormilieu und der Selbstmord von Pammys bestem Freund nach einer gemeinsamen Affaire wirkt überkonstruiert und unglaubwürdig und gleichzeitig belanglos. Am endlich erreichten Schluss bleibt der geneigte Leser ratlos zurück...Es geht um Leere und unüberbrückbare Distanz - genau das empfindet man - kein gutes Gefühl - vielleicht war das das Ziel des Spiels?

  • None
    2019-08-22 03:23

    Beachtet man, dass der Originaltitel von "Spieler" "Players" ist, also der deutsche Titel im Sinne des Plurals, so bekommen die bereits eingereichten Rezensionen sofort einen anderen Sinn...Es handelt sich nicht nur um Lyle als Spieler, sondern ebenso um Pammy, die, betrachtet man ihre Beziehung zu Jack und Ethan, ebenfalls spielt...Ich teile die Meinung meiner Vorgänger: Ungeachtet der (bruchstückhaften) Genialität des Schreibers würde ich "Players" nicht zu DeLillos erstrangigem Werk zählen, aber vielleicht ist "Underworld" ohnehin nicht zu vergleichen...

  • None
    2019-09-01 23:32

    Beachtet man, dass der Originaltitel von "Spieler" "Players" ist, also der deutsche Titel im Sinne des Plurals, so bekommen die bereits eingereichten Rezensionen sofort einen anderen Sinn...Es handelt sich nicht nur um Lyle als Spieler, sondern ebenso um Pammy, die, betrachtet man ihre Beziehung zu Jack und Ethan, ebenfalls spielt...Ich teile die Meinung meiner Vorgänger: Ungeachtet der (bruchstückhaften) Genialität des Schreibers würde ich "Players" nicht zu DeLillos erstrangigem Werk zählen, aber vielleicht ist "Underworld" ohnehin nicht zu vergleichen...

  • Moritz H
    2019-08-28 23:33

    "Spieler" fängt spannend an. Die Einleitung "Der Film" verspricht einiges, aber in den nachfolgenden Kapiteln wurde ich nur enttäuscht. Die Figuren und die Handlung sind oberflächlich und die Identifikation fällt schwer. Die Sprache ist sehr einfach gehalten. Vielleicht sollte man die englische Originalfassung lesen. Trotzdem gibt es einige interessante Passagen, z. B. wenn die weibliche Hauptfigur Pammy von den Aufzügen im World Trade Center als eigenständigen "Orten" spricht. Im Zusammenhang mit 9-11 bekommt ein Satz wie "Ist es nicht bloß eine Fage der Zeit, bis dieser Ort irgendwann einmal mit mir zusammen steckenbleibt ?" eine neue Bedeutung. Auch das Ende des Buches ist ziemlich unbefriedigend. Nachdem ich das Buch in wenigen Stunden "runtergelesen" habe, habe ich Thomas Pynchon's "Vineland" in die Hand genommen. Was für ein geniales Buch !