Read Das Bier: Eine Geschichte von Hopfen und Malz by Franz Meußdoerffer Online

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Dieser Band bietet eine kompetente und unterhaltsame Einf hrung in die Braukunst und die Geschichte eines der beliebtesten Getr nke der Menschheit Darin wird zum einen erl utert, welcher Grundstoffe es zum Bierbrauen bedarf und wie der Brauvorgang verl uft Ferner werden die technischen sowie wichtigen kultur , rechts und gesellschaftsgeschichtlichen Aspekte des Bierbrauens, des Bierkonsums und der Biervermarktung von den fr hen Hochkulturen bis in die Gegenwart dargestellt....

Title : Das Bier: Eine Geschichte von Hopfen und Malz
Author :
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ISBN : 3406666671
ISBN13 : 978-3406666674
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : C.H.Beck Auflage 2 26 September 2016
Number of Pages : 128 Seiten
File Size : 576 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Das Bier: Eine Geschichte von Hopfen und Malz Reviews

  • F. Radtke
    2019-09-15 04:31

    Ich habe diese Buch von einem Biersommelier empfohlen bekommen und muß sagen:TOP. Kann ich dann gut für meine Kurse gebrauchen!

  • ML
    2019-09-07 00:48

    Sehr informativ. Von den Anfängen bis heute wird die Geschichte beleuchtet (Brauprozesse, Kultur) und mit vielen Zitaten belegt. Ein Lob an die sehr gründlichen Autoren.

  • Ulrich Bähr
    2019-09-06 02:45

    Ich habe das Buch mit großem Genuß gelesen. Es war wunderbar geeignet einen Überblick über alte Braumethoden zu erhalten. Ich habe für ein Experimentalarchäologieprojekt eine Zusammenfassung geschrieben: (...) . Das Buch hat uns in unserem Projekt enorm geholfen. Im Gegensatz zu den meisten Geschichte-der-Braukunst-Büchern ist es nicht spekulativ und bleibt streng bei den Tatsachen. Es geht auch öfter in die Tiefe, beleuchtet die wirtschaftlichen Motivationen und sozialen Implikationen des Brauwesens.Kurz: Für jeden Bierinteressierten wirklich sehr zu empfehlen!

  • Georg Schmitt
    2019-09-21 01:44

    Die Geschichte von Hopfen und Malz, so wie sie hier dargestellt ist, gibt nicht nur umfassende und fundierte wissenschaftliche Informationen über das Getränk und seine Entwicklung, sondern versteht es auch, den Leser so durch die Geschichte des Abendlandes zu führen, dass er das Buch mit Gewinn für seine historische Bildung lesen kann. Daneben gibt es immer wieder amüsante Details zum Schmunzeln. Das Ganze in einem gut verständlichen, aber sachlich präzisen Stil.

  • P.Hastings
    2019-08-24 02:52

    Nüchtern. Sachlich. Informativ. Aber durchaus unterhaltsam. So würde ich das Buch "Die Geschichte von Hopfen und Malz" in wenigen Worten beschreiben. Es gibt keinerlei Bilder, die den Text auflockern. Nur auf der jeweiligen inneren Klappen-Vorder- und Rückseite ist in einer schematischen Darstellung die Entstehung des Bieres dokumentiert.Der Bogen der Berichterstattung geht dabei vom Jahr 3000 vor Christus (Mesopotamien) bis in die heutigen Tage. Charme hat die Geschichte von Hopfen und Malz dennoch, erreicht allerdings nur das sprachliche Niveau einer Facharbeit. Nüchtern. Trocken.Das verwundert nicht, Das Büchlein ist im C.H. Beck Verlag, Sparte "Wissen" erschienen. Wer eine fröhlichere Abhandlung über das Bier sucht, sollte sich woanders umschauen. Dennoch fünf Sterne, da der Informationsgehalt sachlich fundiert und Wissen bereichernd ist.

  • timediver®
    2019-09-14 02:31

    "Wir wöllen auch sonnderlichen das füran alenthalbn in unsern Stettn, Märkten und auf dem Lannde zu kainem Pier merer stuckh, dann allain Gersten, hopffen und wasser genomen unnd gepraucht sölle werden."(Bayerisches Reinheitsgebot von 1516)Mit dem Biochemiker und Leiter der Arbeitsgruppe Bioanalytik der Forschungsstelle für Nahrungsmittelqualität der Universität Bayreuth am Standort Kulmbach, Prof. Dr. Franz Georg Meußdoerffer (Jahrgang 1949) und dem gelernten und promovierten Brauer und Mälzer Dr. Martin Zarnkow haben sich zwei ausgewiesene Bier-Experten als Autorenteam zusammengefunden. Während Meußdoerffer gleichzeitig auch als Geschäftsführender Gesellschafter der 1852 von seinem Ururgroßvater gegründeten Mälzerei Kulmbach, (heute Teil der Kulmbacher Brauerei tätig ist, wurde Zarnkow auf einen Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie der TU München am Standort Freising-Weihenstephan berufen.Als Jahrzehnte langer leidenschaftlicher Biertrinker und Verfechter des Bayerischen Reinheitsgebotes von , der europa- und weltweit ein äußerst breites Angebot testen konnte, hat timediver® bereits eine ganze Reihe diesbezüglicher Sachbücher gelesen und rezensiert, wie beispielsweise Michael Jacksons "" und "" die "" von Stephen Beaumont und Tim Webb. Bei allen diesen Publikationen hatte man den Schwerpunkt auf die Präsentation unterschiedlicher 'Bierstile' und internationale, aber auch regionale Marken gesetzt. Ausführungen zur Geschichte des Bieres, wie dem Wandel der Zutaten, Brautechnologie, Ausschank und Vertrieb pp. sowie sozialen, fiskalischen, juristischen und anderen wichtigen Aspekten wurden hierbei bestenfalls kurz abgehandelt, meistens jedoch noch nicht einmal erwähnt.In ihrer Einleitung 'Der Mensch und sein Bier' stellen die Autoren zunächst heraus, dass der stärkehaltige Ausgangstoff dafür entscheidend ist, ob es sich nach dem Gärungsprozess um Wein, Met oder Bier handelt. Während der aus Honig gewonnene Met und der aus Milch entstandene Kumys keine Biere sind, kann doch der Reiswein als ein solches bezeichnet werden. Ein wichtiges Charakteristikum, welches Bier von anderen Getränken unterscheidet ist sein stabiler, mehrere positive physikalische Eigenschaften bewirkende Schaum. Wie keinem anderen Getränk kommen dem Bier in der Menschheitsgeschichte vier spezifische Eigenschaften zu; ernährungstechnisch als 'flüssiges Brot', als Rausch- und Heilmittel sowie als 'Kitt des menschlichen Beisammenseins'.Das erste Kapitel widmet sich zunächst den Rohstoffen, die für das Bierbrauen erforderlich sind: Wasser, aus Braugetreide hergestelltes Braumalz, kultivierter Hopfen (Humulus lupulus) und die von Hefebanken bereitgestellten Isolate, sprich einzelne, reine Hefen.Anschließend werden das Mälzen als Charakterformung, das Biersieden und die anschließende Gärung, Reifung, Lagerung, Filtration bis hin zur Fass- oder Flaschenabfüllen beschrieben. Kapitel zwei geht zu den Anfängen des Bierbrauens bis in die `Graue Vorzeit' zurück, in der die Natur bereits Hefen hervorgebracht hatte, welche die Fähigjkeit besaßen Zucker schnell und effizient in Alkohol umzuwandeln. Die zweite Voraussetzung war der Mensch, dem es im Zuge der neolithischen Revolution vor nunmehr 7000 Jahren gelungen war sechsteilige Getreidesorten und die in Asien weit verbreiteten Nacktgersten zu domestizieren. Als ältestes Verfahren zur Verzuckerung von Getreidestärke bediente man sich der im menschlichen Speichel vorhandenen Amylase.Das lokale Chicha der Andenregion wird noch heute durch die Weiterverarbeitung durchgekauter Körner hergestellt. Eine Synopse zeigt die kontinental verschiedenen Stärkequellen, die Art der Umwandlung von Stärke in Zucker sowie anschließende Gärung oder Fermentierung in Alkohol und die dazu erforderlichen Zutaten.Kapitel drei lässt erkennen, dass Bier bereits in Mesopotamien neben Brot bereits zum wichtigsten Merkmal menschlicher Kultur geworden war. Bemerkenswert ist, dass der getrocknete Biertreber Diplomaten und Boten auf ihre Missionen mitgegeben wurde, damit diese sich unterwegs schnell ein Bier ansetzen konnten. Im antiken Ägypten waren Bier und Brot die Symbole für Wohlstand und Zufriedenheit. Die Kleten erhöhten zur Zugabe von Kräutern die Haltbarkeit ihres aus Gerste gebrauten Cuma und der aus Weizen gebrauten Cervesia. Der Griechen der vorklassischen Zeit kannten Pinon und das unter Minzezusatz hergestellte Kykeon. Ein wichtiges Zentrum römischer Bierherstellung war die Moselregion [!]. Bei den Germanen war die Bierhesrellung eine Aufgabe der Hausfrau, die sich hierzu eines Kessels bedient. Bereits damals wurden mit dem westgemanischen Bior und dem nordgermanischen Ealu die Grundlagen für das heutige Bier/Beer und Ale geschaffen. Im Zuge der karolingischen Renaissance wurde das Bierbrauen zu einer Domäne der Klöster. Ein einschneidender Wandel trat mit den Nordmännern und Slawen ein, welche den Hopfen als neues Ingredienz vermittelten. Im hohen Mittelalter gesellten sich Burgen und Städte als weitere Hersteller von Bieren hinzu. Die Frage, wer wo wieviel Bier verkaufen durfte (Biermeile) wurde nun ebenso akut wie Feuerschutzordnungen und Besteuerung. Neben Hopfen fanden jedoch auch noch Anis, Beifuß, Eschenblätter, Fichtensprossen, Kleie, Kümmel, Lorbeer, Ingwer, Nelken, Wermut und Harz zur Geschmacksgegebung und Haltbarmachung Verwendung. Aufgrund seiner längeren Haltbarkeit und des günstigen Rohstoffpreises konnte sich schließlich das reine Hopfenbier durchsetzten. Als Schiffs- und Exportbier wurde es zu einer begehrten Handelsware. Zum Beginn der Neuzeit unterschied man Schwarz-, Rot- und Weißbiere, der Ausschank mit einem Stern (Bierzeiger oder Zoigl) in der entsprechenden Farbe angezeigt wurde. Interessant ist, dass sich erst in dieser Zeit das Volk der Bayern von Weintrinkern zu Biertrinkern wandelte. Man unterschied nunmehr zwischen Sommer- und Winterbier, was ein Hinweis auf die Ober- oder Untergärige Herstellung ist.Das wohl wichtigste Meilenstein ist das am 24. April 1516 auf dem Landtag von Ingolstadt veröffentlichte Bayerische Reinheitsgebot, welches bis heute weltweit eine hohe Qualität und Bekömmlichkeit sicherstellen konnte. Nach der Professionalisierung des Brauwesen beschreibt das siebte Kapitel, den Niedergang des städtischen Brauwesens, der mit dem Erscheinen von Kaffee, Tee und gebrannten Spirituosen einherging. Um 1800 stieg das in England im industriellen Stil hergestellte Porter zu einem Exportschlager auf. Die Großbrauereien Britanniens wurden von Gabriel Sedlmayr d. J. Aus München und Anton Dreher aus Wien besucht, welche die neuen Verfahren und dampfgetriebenen Gerätschaften bei sich zuhause einführten und einen Boom auslösten, der das Bier in der Gesellschaft schließlich zum 'Fünften Element' werden ließ. Das neunte und letzte Kapitel unternimmt u. a. einen Rückblick auf die älteste Brauerei der Geschichte, die im Jahre 718 in Honshi/Japan gegründet worden war und damit über 300 Jahre älter ist als hierzulande die Staatsbrauerei Weihenstephan und die Brauerei des Klosters Weltenburg. Zukunftsperspektiven bieten laut Ansicht der Autoren vor allem die 'Craft Brewer' (Kreativbrauer) in den USA, die eine Vielfalt zu bieten haben, wie kein anderes Land der Welt.Zwei schwarzweiße Abbildung im vorderen und hinteren Buchdeckel bilden den Rahmen der Darstellung und zeigen den 'Mälzungsprozeß vom Feld bis zum fertigen Braumalz' und den 'Brauprozeß vom Sudhaus bis zur Abfüllung'. Die wohl einzigartige Geschichte des Bieres verdient eine Bewertung mit 5 Amazonsternen.